Rolli-Hood e.V.
Freie Gruppierung von Behinderten die sich für die Wahrung
der Grundrechte der Behinderten einsetzt.
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Fatale Fehler der Integrationspolitik und dessen Auswirkungen heute und die Umkehr

Es gibt drei Behinderungsgrundformen:

1. Körperbehinderte

2. Sinnesbehinderte

3. Geistig Behinderte

3a. Verknüpfung von 1,2,3,

Vorwort:

Die Jura-Professorin Theresia Degener beklagt eine Benachteiligung Behinderter in deutschen Schulen. "In Deutschland gehen 87 Prozent aller behinderten Kinder in Sonderschulen und nur 13 Prozent in Regelschulen. International gesehen sind wir da ein Entwicklungsland", sagte Degener anlässlich der Unterzeichung der UN-Konvention zur Gleichstellung von Behinderten in New York.

http://www.dradio.de/dlf/sendungen/interview_dlf/610685/

 

So fing es an:

Das UNO-Jahr der behinderten Menschen 1981:

Bewegungsgeschichte und offizielle Politik

Unter dem Motto "Einander verstehen - miteinander leben!" stand das UNO-Jahr der Behinderten in Deutschland. In der Lesart der damaligen Bundesregierung bedeutete dies: Integration und Rehabilitation von Behinderten.

In die Alltagspraxis übersetzt, kam es aber zu eine Politik der Sondereinrichtungen, Sonderhilfsmittel, Sonderbehandlung usw., die zur Gettobildung, Isolation, Entmündigung und Mißhandlung führte.

 Doch nicht nur das - auch die Organisation von Behindertenpolitik fand ohne die Beteiligung von Behinderten statt.

Bei der Eröffnungveranstaltung zum UNO-Jahr 1981 in Dortmund entlud sich der Unmut über diese politische, soziale und kulturelle Ausgrenzung von Behinderten durch die offizielle Politik.

 Es kam zur Besetzung des Podiums. Gefordert wurde das Behinderte selbst bestimmen wie sie leben wollen und welche politischen Forderungen zu erheben seien.

Die Besetzung der Bühne auf der Eröffnungveranstaltung in Dortmund war Auftakt vielfältiger Aktionen und Aktivitäten der Behindertenbewegung zum UNO-Jahr 1981. In der Folge kam es zu einer starken Politisierung der Behinderteninitiativen.

Grußwort des Bundespräsidenten Professor Dr. Karl Carstens

Das Internationale Jahr der Behinderten soll das Schicksal unserer behinderten Mitbürger stärker in unser aller Bewußtsein rücken.

Es bietet eine willkommene Gelegenheit die Formen des Zusammenlebens von behinderten und nichtbehinderten Menschen zu überdenken und gemeinsam zu versuchen, ein noch besseres Miteinander zu erreichen.

 Dabei wird es vor allem darauf ankommen, falsche Vorstellungen und Vorurteile, die vielfach noch gegenüber behinderten Menschen bestehen, abzubauen.

Diesem vordringlichen, aber sicherlich nicht leicht zu erreichenden Ziel soll auch die Eröffnungsveranstaltung in der Dortmunder Westfalenhalle dienen. Ich wünsche ihr einen guten Erfolg.

Karl Carstens

Grußwort des Bundesministers für Arbeit und Sozialordnung
Dr. Herbert Ehrenberg

Das von den Vereinten Nationen Für 1981 proklamierte Internationale Jahr der Behinderten, das in der Bundesrepublik unter dem Leitmotiv "Einander verstehen - miteinander leben" steht, soll mit dieser Veranstaltung eingeleitet werden.

Wir alle kennen die Problematik solcher programatischer Jahresthemen und wissen, wie wenig internationale Jahre die tatsächlichen Verhältnisse zu ändern vermögen, wenn sie nicht von dem Wunsche und dem Willen getragen werden, wirkliche Hilfe zu leisten.

Trotz der Erfolge der letzten Jahre auf dem Gebiet der Rehabilitation ist es ein selbstverständliches Gebot, daß behinderte und nichtbehinderte Menschen aufeinander zugehen, um dem großen Ziel aller Rehabilitationsbemühungen, der vollen Teilhabe behinderter Menschen am Leben in der Gesellschaft, ein Stück näher zu kommen.

Dazu erscheint das Internationale Jahr der Behinderten besonders gut geeignet.

Ich bin sicher, daß auch diese Veranstaltung, die von Behinderten und Nichtbehinderten mit großem Einsatz vorbereitet worden ist, zu dieser Aufgabe beitragen wird.

Dem soll in erster Linie das Programm der Eröffnungsveranstaltung, das eine breite Palette von Begegnungsmöglichkeiten zwischen Behinderten und Nichtbehinderten anbietet, dienen, wie es sich aus diesem Programm ergibt.

Im übrigen möchte ich nochmals hervorheben, daß das Internationale Jahr der Behinderten nicht ein Jahr der Regierungen oder der Verbände sein darf, sondern ein Jahr der Behinderten ist. Ich hoffe und wünsche deshalb, daß die Eröffnungsveranstaltung in Dortmund auch insoweit Akzente setzen wird.

Bonn, im Dezember 1980

Dr. Herbert Ehrenberg
Vorsitzender der Nationalen Kommission

Resolution

Wir sind ein Zusammenschluß von Behinderteninitiativen aus dem gesamten Bundesgebiet und West-Berlin.

Wir erklären, daß das "Internationale Jahr der Behinderten", sowie diese Eröffnungsfeier über unsere Köpfe hinweg und gegen unsere Interessen durchgeführt wird. Diese Veranstaltung ist nichts anderes als eine kostspielige INTEGRATIONSOPERETTE, die die gravierenden Mißstände im Behindertenbereich verschleiern soll.

Wir wehren uns gegen Festreden von Politikern und Fachleuten, die nur der Geltungssucht der Helfer und Prominenten dienen.

Durch Mitleid und Helfertum werden sie die mühsam erkämpften Selbstvertretungsansätze zerstören.

Wir wehren uns auch gegen Reden von Alibi-Behinderten, die eine nicht vorhandene Integration vortäuschen.

Heute und morgen dürfen wir auf herbeigeschafften behindertengerechten Toiletten pinkeln.

Übermorgen müssen wir wieder wie ein Hund in der Ecke stehen.

heute und morgen dürfen wir den Extra-Fahrdienst publicityträchtig benutzen. Übermorgen sitzen wir wieder zu Hause.

Die Politik der Sondereinrichtungen, Sonderhilfsmittel, Sonderbehandlung usw. hat nichts gebracht als Gettobildung, Isolation, Entmündigung und Mißhandlung.

Auch heute, am 24. Januar 1981, werden Behinderte in Heimen untergebracht und mißhandelt.

Auch heute sind Behinderte Behördenwillkür, Arbeitslosigkeit und menschenunwürdigen Zuständen unterworfen.

Wir fordern:

- keine Reden
- keine Aussonderung
- keine Menschenrechtsverletzungen

Auf der Erfüllung der ersten Aufgabe, des "Einander verstehen" lernen, wächst die Chance zum besseren "Miteinander leben", was die zweite Zeile des Slogans herausstellt.

Zweifellos ist es heute noch so, daß Behinderte und Nichtbehinderte einander häufig nicht verstehen und daraus zahlreiche Probleme entstehen und sich verschärfen.

Zweifellos ist es heute auch noch so, daß Behinderte und Nichtbehinderte oft mehr neben- als miteinander, manchmal sogar gegeneinander leben.

quelle: www.behinderte.de

So war es 1981 Im Jahr des Behinderten geplant und auch umsetzbar gewesen

wenn nicht gedankliche Hürden, Hemmnisse aufgebaut wurden.

" Den B. als Sonderfall mit Sonderstatus zu klassifizieren, war und ist nicht im Sinn der B. gewesen.

Nichtbehinderten haben Schwierigkeiten schon im Vorfeld interpretiert ohne Grundlage.Behinderte sind nicht krank,also braucht man sie nicht wie Kranke zubehandeln, sondern sollten in ihren Bedürfnisse unterstützt werden. Leider ist es immer noch im Jahre 2007 so fest in den Köpfen.

Wenn man Vergleiche wagen sollte zwischen Nichtbehinderte und Behinderte.

dann sieht man den Grundkonsens.

Integrationsziele des Staates: Gemeinsam, Einander-verstehen, mitdabei

Nichtbehinderte: Schule, Beruf , Familie, Kinder

Bei Behinderten fängt die Integration. erst mit dem Beruf oder Studium an, durch Leistungen der Integrationämter.

Das die meisten Aussagen von 1981 noch im Jahre 2007 Bestand haben,als wäre die Zeit stehen geblieben ist unglaublich.

Dieses Gefühl hat auch Rolli-Hood erfahren müssen,nachdem Sie nach 1995 jetzt 2007 die Arbeit wieder aufgenommen hat.

Für einen Industriestaat mit sozialer Marktwirtschaft ist es ein Armutzeugnis, daran kann die verbesserte Mobilität und ebenerdigen Erscheinungsbilder nicht über die Jahrzehnte hinwegtäuschen.

Solange Barrieren trotz Gesetze weiter gefördert werden, und Gedankenlosigkeit, Ignoranz und Kostengründen vorgeschoben werden, wird im Jahre 2050 sich wieder eine Arbeitsgruppe bilden, wenn die Behinderten überhaupt noch draussen sind.

Es ist doch ein Unding, das man sich Entscheidungsträger suchen muss, die selbst behindert oder in seinen Umfeld mit Behinderten zu tun haben, um Prozesse zu beschleunigen.

Wenn man bloß die Intergration im Kindesalter angefangen hätte !!!!!!!!!!!

Wir wollen nicht die Bemühungen schmälern, aber Sonderschulformen für alle Behinderungsformen ist und bleibt überzogen und ausserdem mit hohen Kosten verbunden.

Es gibt schon Integrationsmodelle Für Kindergärten und Schulen

Integrationsschulen sind Schulen, an denen behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam lernen. Alle Schüler einer Klasse können, aber müssen nicht mehr das Gleiche lernen. Lehrer unterrichten gemeinsam in einem Team. Leistungsbeurteilungen durch Noten werden durch Berichtszeugnisse ergänzt, die den Lernfortschritt des einzelnen Schülers bewerten. Die eingesetzten Unterrichtsmethoden und -formen wie Projektunterricht, Einzelförderung und freies Arbeiten berücksichtigen die innere Differenzierung in der Integrationsklasse.

quelle: http://www.ausbildungberufchancen.de/handbuch/kurzfassungen/integrationsschulen.php

 

Eine aktuelle Befragung von Eltern im Zuge einer Facharbeit hat ergeben, daß viele Eltern Wert auf soziale Kompetenz legen: die Kinder sollen lernen, Andersartigkeit zu akzeptieren.

Eltern von behinderten Kindern wünschen sich ein möglichst streßfreies Lernen.
Eltern, die Wert auf Wissensvermittlung legen, melden ihre Kinder auf herkömmliche Grundschulen an, bzw. bei Behinderten auf Sonderschulen, da die verminderten Fähigkeiten dort offenbar, bedingt durch Ausstattung und Fachpädagogen, besser gefördert werden können.

quelle: http://www.amazon.de/gp/forum/cd/discussion.html?ie=UTF8&cdForum=Fx3U7S50LR2HPLV&cdAnchor=B000FQ5F90&asin=B000FQ5F90&store=dvd-de&cdThread=Tx6KI98AFZ0Z4E

 

Wir kommen zur Überzeugung das Integrationsmodelle einen anderen Charakter haben müssen, denn wieder Sonderformen in dem Klassenverband zu schaffen, befriedigt weder die Eltern von behinderten und nichtbehinderten Kinder.

Ein Sprichwort besagt: Zu viele Köche verderben den Brei.

Auf dem Punkt gebracht:

Wenn man von Anfang an Körper- und Sinnesbehinderten in einer Klasse integriert, lernen die Kinder Braille-Schrift und Gebärdensprache automatisch mit.

Voraussetzung: Das Lehrpersonal stellt sich auf die zusätzliche Anforderung ein.

Kinder lernen spielend von einander.So auch bei kreativen Fächer wie Kunst und Sport

Man muss sich nicht soviele Gedanken um wenn und aber machen, denn wo ein Wille ist ,ist auch ein Weg.

Darüber hinaus kann besondere Hilfen auch außerhalb der Schulen stattfinden.

Leider können geistig Behinderte, wie auch bei nichtbehinderte Lernbehinderte üblich, nicht diesen gemeinsamen Weg gehen, weil Alternative nicht umsetzbar sind.

Es sei denn, man bringt alle Schulformen unter einem Dach, das würde warscheinlich das System nicht wiedergeben.

Integration der B. wesentlich auf Arbeit zu reduzieren ist und bleibt der verkehrte Ansatz.

Statt Integration sich selber entwickeln zu lassen, nachdem 81 von Seiten der Politik und Behinderten.-Vertretung Grundsätze der Integration. entwickelt wurde, wurde nach einiger zeit die Nichtbehinderten soweit von der Politik bevormundet, entmündigt und ihnen den Integrationsaspekt abgesprochen, ihn wurde die "Last", Verantwortung der Integration, indem Quoten für Arbeits- Pflichtplätze für behinderte Mitbürger, eingeführt wurde. Wir nennen sieStrafgelder.Sie nennt sich Ausgleichabgabe.

Hier ein Kleiner Überblick

Ausgleichabgabe Einnahmen 466,33 Millionen,davon gehen 30% an das Arbeitsamt, verbleiben 326, 4 Millionen Euro. Diese bilden die finanzielle Basis für ihre Leistungen.

Ausgaben 393,13 Millionen. Die Differenz werden aus Rücklagen kompensiert. Die Verluste kommt daher das die Beschäftigungsquote herabgesenkt wurdeAbsenkung der Beschäftigungspflichtquotevon 6 auf 5 Prozent.im Jahr 2001 und die zahlreichen

Eingriffe des Gesetzgebers indas System von Beschäftigungspflicht und Ausgleichs -abgabe – haben dauerhafte Folgen hinterlassen.

quelle: BHI ,Jahresbericht 2006/2007

http://www.integrationsaemter.de/webcom/show_article.php/_c-527/i.html

 

Nebenbei: wie kann man bei fast 200 000 arbeitlosen Behinderten die Quote senken und hier die Arbeitsintergration verschlechtern.

Ausserdem wurde Zusatzurlaub und besonderen Kündigungsschutzmassnahmen ergriffen. sehr zum Leidwesen Mittelständige,Kleinstbetriebe und Betroffenen. das ist keine Basis für Intergration.

Für die letztgenannten Unternehmensformen gibt es Ausnahmeregelungen, die in der Praxis nicht gehört und verstanden wurde.

Der Grundgedanke hinsichtlich, das mehr Behinderte eingestellt würde ,ist im Ansatz noch zu verstehen und begrüssend wert gewesen, in der Praxis, im wirklichen Leben sieht es anders aus.

Wie Sollte die Intergation aussehen.

!. Ein Umdenken ist erforderlich

Intergration heisst doch sprachlich übersetzt Eingliederung in die bestehende Gesellschaftsform.

Miteinander- Mittendrin , Einander verstehen

bedeutet doch im Ursprung gemeinsame Wege Nichtbehinderte und Behinderte.

Sie bedeutet Abschaffung oder Milderung aller Sonderformen für Nichtbehinderten sowie Körperbehinderten,Sinnesbehinderten, sie hätte nie so in Geltung kommen dürfen,besonders nach 28 Jahren Behindertenpolitik

Integration die nur rd.um die Arbeit abgehandelt wird, kann man nicht als Intergration darstellen, s. u.

Integration fängt mit Kindergarten und Schulen an. Hätten als Beispiel 81 einen Solidaritätszuschlag ggeben oder eingeführt, und wir wären sicher, das kein einzelner Staatsbürger dagegen gewesen wäre,würden alle die o. g. genannten Formen inzwischen barrierefrei,nichtbehinderteKinder mit behinderten Kinder. Sie hätten von einander gelernt. und der Fortschritt hätte im Arbeitsleben weiter sich entwickeln können.

Aber so werden Arbeitgeber bestochen , das B. .........

Vorallem hätten die Nichtbehinderten erfahren bei Klassenfahrten,Ausflüge, welche Schwierigkeiten mit Rollstühle verbunden sein können, aber durch gemeinsame Anstrengung und dadurch öffentliche Mitarbeit, wäre dieses Problem kein Problem mehr,denn man wüßte in der freien Wirtschaft ,wie man Barrieren entgegenwirken könnte.

Ausserdem wären aus nichtbehinderten Kinder potenzielle Arbeitgeber geworden und sie hätten aus Erfahrung mit dem Umgang der Behinderten Nutzen ziehen können,oder anders herum.

Vor allem wäre der Riesenstab an Instutionen rund um Behinderung auf das Wesentliche reduziert.

Werbekapagnen, wir sagen das mal überspitzt, wie toll, grossartig die B. sind sind fehlgeleitet. wie kann man etwas preisen , was der Empfänger garnicht kennt , weil der Umgang fehlt.

Und die jetzige freie Wirtschaft, trotz DIN -Normen auch damit überfordert ist, müsste nach den Überraschungs - Toiletten, Podeste, Steh- und Hochstühlen, auch dem Letzten im Land klar sein, das Behindertenarbeit nicht so einfach umsetzbar ist, eben aus Mangel der Verständigung.

Frage:Was würde die Integration kosten:

In Deutschland gibt es 40 464 Schulen,einige darunter sind schon Intergrationsmodelle.

Wenn man für Umbaukosten ( Aufzug o. Treppenlift), Sanitätsraum, Behinderten- WC, auf 25 000.- € ansetzt, hätte man einen Gesamtbedarf von 1. 011. 600.000 €

Das wäre das Haushaltetat von 3 Jahren von den Integrationsämter.

Zusätzlich wären noch die Kosten der Zusatz- und Fortbildung für die Ausbildung der Lehrer.

Wer die Mittel zur Verfügung stellt und deren Anwendung kontrolliert, ist Nebensache.

Es läge schon nahe, wenn die Integrationämter diese Aufgabe übernehmen könnten.

Dann hätte das Amt auch die richtige Deutung und man könnte anfangen von Integration zu sprechen.

Unser Motto.: Mit gegebenen, vorhandenen Mittel, den höchstmöglichen Nutzen  für beiden Seiten ziehen.

Oder : Mit wenig Aufwand ,viele Nutzer  zu fördern.

 
 
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